Quelle: Thurgauer Zeitung, 08.07.2013, 01.37 Uhr
Die Staaderchilbi in Ermatingen ist mehr als ein Dorffest und zog viele Besucher an. Diese verspeisten ganze 400 Kilo Fischknusperli. OK-Präsident Urs Tobler war mehr als zufrieden.

Rappelvoll: Die vielen Besucher lassen es sich an der Staaderchilbi gutgehen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)
ERMATINGEN. Zwei Abende, zwei Nächte und dazu gestern der Frühschoppen mit der Musikgesellschaft. Und die Festwirtschaft war den ganzen Tag offen: Die Ermatinger Vereine gaben alles, um den Besuchern an der Staaderchilbi Freude zu bereiten. Und die freuten sich rundum.
Am Freitag lautete die Devise: Rechtzeitig Feierabend machen und die After-Work-Bar besuchen – aufgemischt mit Blasmusik vom Zyankali-Bontett, das ist Kult. «Die Handwerker kommen wirklich», freute sich OK-Chef Urs Tobler und lobte speziell den OK-Barchef Sandro Usznula, der nicht nur die Idee mit der Hochwasserbar, sondern auch die Idee mit einer Holzeisenbahn für die Kinder hatte. Am After-Work-Abend schenkten zwei Kantonsräte Getränke an der Bar aus: Gemeindeammann Martin Stuber (SVP) und Peter Dransfeld (SP). Harmonisches Miteinander allüberall.
Eine feste Institution
Die Staaderchilbi ist beliebt und eine feste Institution im Ermatinger Kulturleben. Stolz blickte OK-Präsident Urs Tobler am Samstagabend in die Runde. Jeder Platz war besetzt: «In jeder Hinsicht leisten unsere Vereine einen tollen Einsatz.» Er lobte aus Überzeugung. Mit kreativen Ideen wurde alles zusätzlich angereichert. Erstmals gab es eine Hochwasserbar, für moderne Piraten selbstverständlich mit Lounge. Diese war auf Hölzern aufgebaut, weil während des Aufbaus die Stedi teilweise noch überflutet war. Revierförster Werner Kreis hat designartige Holzleuchten gesägt, die romantisches Licht abgaben. Wassersportler nutzten mit ihren Motor- und Segelbooten die Gästeplätze, um sich für ein paar Stunden an der Staaderchilbi zu vergnügen.
Auf der Tribüne mit Tanzfläche fetzte am Samstagabend mit stimmungsvollen Melodien das Alpenstadl-Sextett und lockte zum Tanz. Auch bei den Schiessbuden ging es hoch her und zu. «Wer am besten schiesst, für den gibt es noch eine Schoggi», warb Männerchormitglied und Arzt Horst Hagen mit seiner Bassstimme zum Mitmachen.
«Es lohnt sich, für die Fischknusperli anzustehen, eine super Qualität», sagen Besucher. «Hier müssen wir nicht Köder auf einen Angelhaken spiessen», erklärt fröhlich eine Gruppe Konstanzer. «Hier bekommen wir alles knusprig serviert.» Instinktiv stellten sich weitere in die Reihe, um an die Fischknusperli zu kommen. Total wurden an den drei Tagen rund 400 Kilo verspeist. Am Wurststand lief es auch, aber nicht so wie bei den Knusperli.
Hüpfburg für die Kleinen
Der Gemeinnützige Verein Ermatingen und Salenstein brillierte mit Selbstgebackenem. In der Hüpfburg vergnügten sich die Kleinsten. Zu zweit, zu dritt sprangen sie synchron, andere hüpften einfach quer durch. Wer heiss hatte, nahm kurz ein kühlendes Bad im See. Und der Sonnenuntergang am Samstag liess paradiesische Ach-so-schön-Seufzer diesseits von Eden hören.